Ferrari V12 F312:

Wenn ein Fahrer behauptet, dass im der Motorensound vom direkten Verfolger Angst macht, dann kann man sicher sein, dass er von einem Ferrari verfolgt wird.
Der brüllende 12 Zylinder schreit den Gegner nur so an. Und zwingt ihn allein dadurch zu kleinen Fehlern...

Der Wagen ist leichter zu fahren als der Lotus, kommt aber nicht ganz auf dessen Höchstgeschwindigkeit.
Trotzdem macht es Spaß mit dem brüllenden Hengst über die Piste zu fegen.



So sah das Sound-Monster 1967 im Original aus:



Wie aus dem Ei gepellt präsentiert er sich heute in GPL:


Historie 1967:

Fahrerwertung:

Chris Amon (Platz 4)
Ludovico Scarfiotti
Lorenzo Bandini

Teamwertung:
Ferrari 312 (Platz 4)

 

Eines der stärksten Autos im 67er Formel 1 Feld. Der phantastische V12 Motor des Ferrari lieferte über 400 PS. Mit einem leichteren Chassis hätte der Ferrari sogar die schnellste Höchstgeschwindigkeit auf Geraden erzielen können. Aber die instabile Verkleidung vom 156er Dino verbannte den Ferrari im Höchstgeschwindigkeitsvergleich auf den zweiten Platz hinter den Lotus.
Der 67er Ferrari hatte einfach eine zu hohe Drezahl. So berichteten die Fahrer folgendes: Wenn sie im fünften Gang (also im höchsten) nicht bereits Vollgas gaben, verursachte schon ein leichter Tipp auf das Gaspedal einen heftigen Wheelspin.
So gut das Auto auch aussah, die Seitenbalance war furchtbar und so mußte in jeder Kurve gegengesteuert werden. (im Gegensatz zu den anderen Fahrzeugen konnte hier nicht das Gaspedal zum Steuern in Kurven verwendet werden, da bereits ein kurzer Druck einfach zu viel Power auslöste)
Einzig Chris Amon fuhr aussergewöhnliche Rennen in der 67er Saison, die ansonsten von Brabham und Lotus dominiert wurde. Am Ende der Saison belegte er zusammen mit John Surtees (einem früheren Weltmeister / 67 auf Honda unterwegs) den vierten Platz. Dies ist besonders bemerkenswert, da der Neuseeländer sehr mit den seltsamen Setupparametern des Ferrari zu kämpfen hatte.

Erwähnt werden sollte noch das tragische Unglück des Lorenzo Bandini. Dieser aufstrebende Pilot verunglückte an zweiter Position liegend in der 82sten Runde des Monaco Grand Prix. Zwar überlebte er den eigentlichen Unfall, bei dem er in der Hafenschikane durch die aufgestellte Bretterbarriere schoß. Doch erlag er dann den starken Brandverletzungen, die er sich eingeklemmt in seinem in Brand geratenen Ferrari zugezogen hatte.