B.R.M H16 P155:

Nicht nur das Äußere des B.R.M mutet seltsam an. Auch die lustigen Startversuche lassen eher von diesem Wagen abraten. Während alle anderen schon in die erste Kurve einlenken, hat der schwerfällige B.R.M gerade erst 10 Meter hinter sich gebracht. Allerdings ist es bestimmt ein erhabenes Gefühl mit diesem Wagen zu gewinnen.
Durch den hohen Schwerpunkt eignet sich der Wagen vor allem für Anfänger, da er viele Fehler gutmütig verzeiht.



Ein geparkter B.R.M in den Boxen von Silverstone:




Seltenes GPL-Bild (ein B.R.M vor einem Lotus):


Historie 1967:

Fahrerwertung:

Jackie Stewart (Platz 9)
Mike Spence (Platz 10)

Teamwertung:
B.R.M P115 (Platz 6)

 

Der leuchtende Stern B.R.M´s war vom Jahr des Titelgewinss 1962 bis zum Jahr 1967 bereits stark verblasst. Den letztlichen Untergang des Sterns führte B.R.M allerdings selbst herbei, indem es im Jahr 1967 ein Auto mit einem absolut lächerlichen Design entwickelte.
Zunächst hörte es sich vielversprechend an, zwei 1,5 Liter Climax Motoren zu verbinden. Doch die bereitgestellte Power wurde durch das grauenhafte Ansprechverhalten und dem totalen Mangel an niedrigen und hohen Drehmomenten zunichte gemacht. Außerdem hatte jeder Wagen der mit dem Motor ausgestattet wurde mit einem sehr hohen Schwerpunkt zu kämpfen. Desweiteren ließ die Zuverlässigkeit zu wünschen übrig.
Auch wenn es Spaß machte mit den Wagen zu fahren, so war der B.R.M in der damaligen Grand Prix Welt ein Auto das zu groß und zu schwer war.
Da der Wagen nicht erfolgreich war, verließ ein Großteil der Belegschaft das Team. Obwohl B.R.M auch nach 1967 noch einige Grand Prix gewinnen konnte, war der Ruf des "Unbeholfenen Wagens" für immer mit dem Team verbunden.
Im Jahr 1967 konnte nur Stewart (bevor er zu Matra wechselte) einige Glanzlichter setzen. So konnte er beispielsweise den zweiten Platz hinter Gurney in Spa erreichen.